Verfasst von NARA DOGS am .

Corona Update 19.05.2021

Es gibt mal wieder Neuigkeiten.

Die vollständige Schließung der Hundeschulen ab November 2020 und der stark eingeschränkte Betrieb ab Ende Februar sind nicht ohne Folgen geblieben. Besonders die Sozialisation der Hunde durch fehlende Welpen- und Junghundekurse ist stark auf der Strecke geblieben. Nicht alle haben in Ihrem Umfeld genug gut sozialisierte, fremde Hunde, um das privat abzufangen und vielen Neuhundebesitzern fehlt einfach auch die Erfahrung.

Auch die Halter bereits auffällig gewordener Hunde standen über Monate hinweg alleine mit Ihren Problemen da und auch jetzt noch sind die Trainingsmöglichkeiten durch die Kontaktbeschränkungen stark beschnitten.

Die Sorge vor einer zunehmenden Verschlechterung des Verhaltens bei eh schon schwierigen Hunden, haben mehr oder weniger alle Hundeschulen, die sich mit Problemhunden beschäftigen, vorhergesagt und können dies mittlerweile leider auch deutlich beobachten. Auch das Training von Hunden der §§ 3 und 10 des LHundG NRW war entweder gar nicht, oder seit Ende Februar nur stark eingeschränkt möglich.

Diese Probleme sind auch dem Ordnungsamt Moers nicht entgangen und die Probleme wurden wohl auch immer offensichtlicher. Das Ordnungsamt hat daher nun von der Möglichkeit einer Ausnahmeregelung Gebrauch gemacht. Wörtlich heißt es:

„… Die Entwicklung der letzten Monate gerade im Bereich der Sozialisation von Hunden mit anderen Hunden sowie mit anderen (ggf. fremden) Personen sind auch hier deutlich auffällig geworden, so dass ich als Ordnungsbehörde von der Ausnahmeregelung im Rahmen der Erhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung gem. §7 Abs. 1b CoronaSchVO Gebrauch mache …“

Es sind im Rahmen dieser Ausnahmeregelung daher wieder gewisse Gruppenkurse möglich, wenn auch mit Einschränkungen.

Was bedeutet das konkret und was ist nun wieder erlaubt und was nicht?

  1. Es dürfen nur Gruppenkurse stattfinden, die der Erziehung und Sozialisation dienen. Erlaubt sind demnach z.B. wieder:

    • Welpen- und Junghundekurse

    • Kurse zur Vorbereitung auf den Verhaltenstest

    • Training von auffällig gewordenen Hunden.

  2. Beschäftigungskurse wie Agility etc. sind weiterhin untersagt.

  3. Es dürfen maximal 5 Teilnehmer + 1 Trainer teilnehmen.

  4. Das Training muss auf dem Trainingsplatz stattfinden. Außerhalb gelten weiterhin die Kontaktbeschränkungen (s. Detailhinweise am Ende) und ein Gruppentraining ist untersagt.

  5. Alle Teilnehmer müssen einen bestätigten, negativen Coronatest vorweisen, nachweislich geimpft oder genesen sein. Es gelten die entsprechenden Bestimmungen der CoronaSchVO und des Infektionsschutzgesetzes (s. Detailhinweise am Ende).

Die Entscheidung des Ordnungsamtes begrüße ich ausdrücklich, da Sie uns endlich wieder die Möglichkeit gibt, in der Gruppe an den Problemfällen zu arbeiten. Die Beschränkung auf den Platz ist zwar immer noch eine erhebliche Einschränkung, da sämtliche Probleme mit der Umwelt nach wie vor nicht ausreichend trainiert werden können und die Gefahr der unzureichenden Generalisierung besteht, Stichwort „Platzlernen“ (und damit ist nicht das Hinlegen gemeint 😉). Dennoch finde ich gut, dass wir wenigstens wieder ein bischen mehr tun können.

Ich bin gerade dabei die Planung aufgrund der neuen Regelungen vorzunehmen und werde dann alle in Frage kommenden Teilnehmer informieren.

Alle Interessenten für entsprechende Kurse, z.B. einen Welpenkurs, bitte ich, sich einfach per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu melden. Ich melde mich dann zurück, sobald die Planung steht.

 

Ich hoffe es gibt bald weitere Lockerungen.

Bis dahin liebe Grüße und bleibt gesund

Euer

Christian Pepels

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Detailhinweise:

1. Ein bestätigter Coronatest ist eine Testung gem. §4 Abs. 4 CoronaSchVO. Laut Infektionsschutzgesetzes muss es sich um ein in der Corona-Test-und-Quarantäneverordnung vorgesehenes Testverfahren handeln. Das negative Ergebnis muss von einer der in der Corona-Test-und-Quarantäneverordnung vorgesehenen Teststellen schriftlich oder digital bestätigt werden. Die Testbestätigung ist bei der Inanspruchnahme des Angebotes zusammen mit einem amtlichen Ausweisdokument mitzuführen und den verantwortlichen Personen vorzulegen. Die Testvornahme darf bei der Inanspruchnahme des Angebotes höchstens 48 Stunden zurückliegen. Kinder bis zum Schuleintritt sind von dem Testerfordernis ausgenommen. Für Kinder ab dem Schuleintrittsalter ist eine Testung notwendig.

2. Eine nachgewiesene Immunisierung durch Impfung oder Genesung steht einem negativen Testergebnis gleich. Hierbei muss der Nachweis ebenfalls vorgezeigt werden. Um als genesen in diesem Sinne zu gelten, darf eine vorherige Infektion nicht weniger als 28 Tage und nicht länger als sechs Monate zurückliegen.

3. Eine Mund-Nasen-Bedeckung muss im Freien während des Hundeschultrainings nur dann getragen werden, wenn ein Mindestabstand von 2 m! (nicht nur 1,5 m) nicht eingehalten werden kann. Das bedeutet zwingend, dass eine Mund-Nase-Bedeckung griffbereit mitgeführt werden, aber nicht permanent getragen werden muss.

4. Sollte ein/e Teilnehmer/in später positiv getestet werden, muss die Nachverfolgbarkeit aller Kontaktpersonen sichergestellt sein. Zusätzlich muss die Vorlage eines negativen Testergebnisses protokolliert werden. Daher muss eine Liste geführt werden, in der jeder Teilnehmer eingetragen wird.

5. Außerhalb des Geländes befinden wir uns auf öffentlichen Flächen und da gelten wieder die Regelungen der Kontaktbeschränkungen der CoronaSchVO. Da der Inzidenzwert derzeit noch über 50 liegt, dürfen sich maximal fünf Personen aus maximal zwei Haushalten gemeinsam im öffentlichen Raum aufhalten. Somit ist ein Gruppentraining außerhalb des Geländes momentan nicht zulässig.

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